Feuerkünstler Feuerkünstler Feuerkünstler
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Frischer Auswurf eines Aschlochs, genauer eines sich übergebenden Vulkans, in Form einer Lavanistgeburt, eines Phantoms namens DAS FEUERKÜNSTLER, denn, wenn es Yetis gibt, dann kann es auch Männer geben, die noch aktiver sind als Vulkane - entdeckt während des 4. Internationalen FEUERSALONs STROMBOLI 2003.

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Z.B. werde ich dort dann oft als Feuerkünstler vorgestellt, sowohl privat als auch öffentlich. Da niemand der Menschen vorher jemals den Ausdruck Feuerkünstler gehört hat, weiß auch keiner, was ein Feuerkünstler eigentlich macht. So spekulieren dann die Städter, daß er entweder Feuer schluckt oder spuckt, mit Feuer jongliert, durch brennende Reifen springt oder aber bunte Feuerwerke abschießen darf. Eingetragene Berufsbezeichnungen bez. Feuer existieren bekannterweise nur für Feuerwehrmann bzw. -frau und Feuerwerker, männlich und weiblich. Da nun ein Feuerkünstler offensichtlich bei den Feuerberufen nicht unterzubringen ist, rollen wir das Pferd von hinten auf. Künstler - eine legitime Berufsbezeichnung, unter welcher Maler, Bildhauer, Fotografen, Videographen, Performer, Internetler usw. verzeichnet werden. Und wer künstlerisch intensiv mit Wasser arbeitet, wird ja auch Wasserkünstler genannt. Und dann gibt es da noch Erdekünstler und Luftkünstler. Ich muss sagen, den Gebrauch dieser Bezeichnungen habe ich bisher noch nie gehört oder gelesen. Im künstlerischen Usus sind mir nur Begriffe wie "Wasserkünste", für die barocken Wasserspiele, "Künstler der Lüfte" für Kunstflugpiloten, oder der edle Ausdruck "land art" für künstlerische Erdarbeiten geläufig.

Der Begriff Feuerkunst entstammt dem Militärischen, speziell der Kategorie Kriegskunst (die es ja auch nicht geben kann). Feuerkunst galt als "Kunst" mit Feuer gezielt zu zerstören: wie kann durch taktisch kluge, technisch optimierte und vorratsschonende Verwendung des eigenen Feuerwaffenarsenals maximale Verbrennung von Feindesland und -leben angerichtet werden? Bzw. wie kann verhindert werden, dass ausgewählte zu erobernde Schätze eben nicht in Flammen aufgehen, da der Sieger sich an ihnen bereichen will? Und wenn es mal kriegsfrei gab, mußten die feuerverantwortlichen Militärs natürlich auch in Friedenszeiten mit ihren Zündstoffen experimentieren, denn deren Bombenerfolg es ständig zu verbessern galt. Aus derartigen Manövern heraus entwickelten sich dann ab dem 15.Jahrhundert die sog. Kunstfeuerwerke, deren Kreationen von den militärischen Büchsenmeistern praktiziert wurden und exakt dafür diese als Feuerkünstler in die Kriegs- und Festgeschichte eingereiht worden sind .

Feuer ist weder Disziplin noch Ausdrucksform. Feuerkünstler GIBT ES NICHT! Jeder Künstler kann Feuer verwenden, wenn er es denn für künstlerisch notwendig hält. Feuer ist in allen künstlerischen Ausdrucksformen repräsentierbar und auch schon immer ein Dauerbrenner in der Kunstgeschichte gewesen. Und nur wer einmal oder fünfzigmal in irgendeiner Form Feuer in seine künstlerische Arbeit integriert hatte (William Blake, William Turner, Yves Klein, Jannis Kounellis, Anselm Kiefer etc.) wurde deswegen noch lange nicht als Feuerkünstler bezeichnet bzw. hatte sich bis dato auch niemand der Autoren als Feuerkünstler verstanden. Jeder Versuch, aus allen Kunstwerken eine Auswahl als Feuerkunst zu definieren, würde aufzeigen, wie interessant und inspirierend, aber auch wie willkürlich diese Kategorisierung wäre. "Der stilistische und inhaltliche Pluralismus der "Feuerkunst" erschwert kategoriale Zuordnungen und birgt die Gefahr unzulässiger Verkürzungen des Gehaltes der Kunstwerke (Gerhard Finkh: Brandspuren - Das Element Feuer in der neueren Skulptur, Ausstellungskatalog Museum Folkwang, Essen 1991, S.14) ."

Der Feuerkünstler wird öffentlich primär emotional eingeordnet, zunächst als Zirkusartist, und wenn das nicht zutrifft, dann muß er "ein Vertreter all unserer pyromanischen Gelüste" sein, "der Feuerteufel von Kreuzberg", also "ein Zündelfrieder" allemal - alles Pressezitate. Wird dann nach Werkkenntnis von einigen Menschen eine künstlerische Note in der Arbeit des Feuerkünstlers entdeckt, erlangt dieser zwar die Anerkennung einer künstlerischen Kompetenz, jedoch nur bezüglich des Feuers. Mehr als Feuer in seinem Kopf wird da nicht vermutet. Doch welche Vorstellung von Feuer tragen dann eigentlich Menschen, die an Feuerkünstlerphantome glauben, in ihrem Kopf?

Kain Karawahn, "Sind Sie denn verrückt geworden?" - Erkenntnisse über öffentliche Entzündungen im urbanalisierten Raum. In: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.), Feuer: Ergebnisse des internationalen Kongresses vom 26.-29.Oktober 2000, Köln 2001, S.476



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